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Aktuelle Informationen rund ums Tierschutzhaus
Abschluss 2022

Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende entgegen und wir wollen versuchen, einen kurzen Überblick auf die vergangenen Monate zu verfassen.Dieses Jahr hat uns viel abverlangt und tut es noch immer.

Gleich zu Beginn mussten wir uns von unserer Trüffel verabschieden. Die alte Dame wurde 16 Jahre und 5 Monate alt. Ich denke, sie hatte ein gutes Leben bei uns. Trotzdem fällt jeder Abschied schwer, besonders nach so langer Zeit.

Weitere Abschiede folgten. Wir mussten uns von unseren Dauerbewohnern Amy, Gizmo, Kaninchen Nutella, Phoebe, March, Lea und Larry für immer verabschieden. Unsere beiden „Tierheimhunde“ Raffy und Buffy haben ebenfalls in diesem Jahr ihre letzte Reise angetreten und ein großes Loch in unsere Herzen gerissen.

Jetzt zum Ende des Jahres starben drei unserer Kaninchen. Coco, Betty und Maxi haben eine RHD-II Infektion trotz Impfung nicht überlebt. Hat uns bereits die Pandemie der vergangenen Jahre zugesetzt, so waren die Verluste unserer Schützlinge schmerzhaft und unsagbar traurig.

Die stetig steigenden Lebenshaltungskosten und die explodierenden Energiepreise fordern uns ebenfalls viel ab. Zwar konnten wir in diesem Jahr endlich unsere Einbauküche und die Innenraumtüren erneuern, dennoch sind noch einige Renovierungen fällig, die vorerst jedoch verschoben werden mussten. Im kommenden Frühling steht die Erneuerung des Schildkrötengeheges sowie die Dacheindeckung des Schweinestalls auf der To-do-Liste. Noch immer hoffen wir auf die Zusage der Baugenehmigung für unser bereits lange schwelendes Kanalprojekt, um die dafür gesammelten Mittel verwenden zu können.

Durch krankheitsbedingte Ausfälle bei unseren Mitarbeitern mussten Dinge wie die Pflege der Gartenanlage und des Tierfriedhofes hinten angestellt werden. In erster Linie geht es schließlich darum, unsere Schützlinge zu versorgen und zu betreuen. Noch immer sind wir auf der Suche nach einem / einer neuen Mitarbeiter/in für das kommende Jahr. (siehe Homepage / Jobs )

Nachdem unsere Emma den Sommer über als Einzelschwein überstanden hatte, zog im Oktober Ginny (geb. 2022) bei uns ein und Emma hatte wieder Schweinegesellschaft. Ginny ist ein Minipig mit 40 kg. Zum Vergleich: Emma wiegt 70 kg und ist 2015 geboren. Das wilde Schweinchen Ginny hat gleich das komplette Gehege umgegraben. Schließlich hatte sie bereits in ihrem vorherigen Zuhause eine Karriere als gerissene Ausbrecherkönigin hinter sich. Ihre Ausbruchversuche bei uns schlugen fehl, als Erdarbeiterin hat sie sich jedoch bereits jetzt einen Namen gemacht. Mit Emma verträgt sie sich prima, die beiden schlafen jedoch noch nicht im selben Stall. Wir sind gespannt auf den Winter. Wenn es richtig kalt wird, werden die zwei hoffentlich auch nachts miteinander kuscheln.

Ginny kam auf Empfehlung unserer Tierärztin zu uns. Diese kennt unsere Ställe und hat sowohl Emma, als auch vorher schon Trüffel und Rosi tierärztlich betreut. In ihrem vorherigen Zuhause konnte Ginny nicht bleiben, da sie, wie viele Minipigs, unüberlegt angeschafft und weder sicher noch artgerecht unter gebracht war.

Leider tritt bei vielen Katzen wieder häufiger das FIP Virus auf. Die Diagnose FIP ist immer erschreckend, jedoch längst kein Todesurteil mehr. Einige unserer Schützlinge wurden von ihren neuen Besitzern über die Initiative „Gemeinsam gegen FIP“ erfolgreich behandelt und geheilt. Wir vermuten, dass in Coronazeiten vermehrt Haustiere angeschafft wurden. Viele dieser Katzen wurden leider nicht kastriert. Zum Teil offenbar gewollt, um niedliche Katzenbabys zu haben, zum Teil aber auch aus Kostengründen. Es gab viel mehr Fundkatzen und Kätzchen als in den letzten Jahren. Daher eben auch wieder häufiger Katzen mit FIP Erkrankungen.

Fünf positiv getestet Katzen leben gemeinsam in einer Gruppe bei uns im Tierschutzhaus. Die Miezen sind gesund und haben sich zu wunderschönen Tieren entwickelt, sind aber Träger und somit auch Ausscheider des Virus. Die Katzen können vermittelt werden. Wir wünschen uns für unsere FIP Katzen paarweise ein schönes Zuhause mit gesichertem Freigang (Balkon, Terrasse oder Garten). Die Krankheit kann bei Ausbruch zwar behandelt werden, die Behandlung ist jedoch aktuell noch sehr kostspielig.

In der großen Gnadenbrotgruppe sind im Laufe des Jahres vier neue Miezen eingezogen. Hedwig und Hermine sind vermutlich Geschwister. Die beiden Kätzchen kamen als Wildlinge zu uns und wollten sich trotz langer Versuche und Übungen nicht zähmen lassen. In der Gruppe fühlen sie sich jedoch sicher und tauen immer mehr auf. Ähnlich verhält es sich mit den beiden anderen Damen Zelda und Peach. Die scheuen Katzendamen kamen samt Nachwuchs zu uns. Für die Katzenwelpen konnten wir schöne neue Sofaplätze finden, die beiden ausgewachsenen Katzen waren und sind jedoch sehr scheu und ängstlich.

Auch dies ist sicher eine Folge von unüberlegt angeschafften Haustieren zu Pandemiezeiten. Es fällt auf, dass es wieder vermehrt verwilderte Hauskatzen und „überflüssige“ Katzenwelpen gibt. Häufig kamen gerade die Kleinen in gesundheitlich schlimmen Zuständen zu uns. Katzenschnupfen und Parasitenbefall, Durchfall und Unterernährung sind dabei die häufigsten Erkrankungen.

Für das kommende Jahr wünschen wir uns in erster Linie Frieden, Gesundheit und Respekt. Wir hoffen sehr, dass unsere Erde mit all ihrer farbenfrohen Pracht und Vielfalt leben, lieben und aufatmen darf. Wir hoffen auf ein Miteinander, auf Toleranz, auf Rücksichtnahme und auf Freude für alle.

In diesem Sinne wünschen wir allen Tierfreunden ein schönes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und Gesundheit für das kommende Jahr sowie Kraft und Ausdauer für die Aufgaben, die da auf uns warten!


Euer Team vom Tierschutzhaus Fürth e. V.

Abschluss 2021

Im vergangenem Jahr hatte man häufig das Gefühl es zieht sich hin wie zäher Kaugummi. Trotzdem ist jetzt, so kurz vor dem Jahreswechsel, die Zeit wie im Flug vergangen und wir kämpfen noch immer mit einer weltweiten Pandemie und ihren, für uns alle, nicht unerheblichen Folgen.

Zum zweiten Mal müssen wir unsere Weihnachtsfeier absagen, den Flohmarkt und andere Veranstaltungen auf Eis legen und unsere Besuchszeiten, auch für unsere Paten, minimieren.

Das Jahr 2021 hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist zuverlässige, engagierte und kooperative Mitarbeiter, Ehrenamtliche, Unterstützer und Spender in unseren Reihen zu haben.

Dafür ein riesengroßes Dankeschön an euch alle! Ohne eure Unterstützung, sei es finanziell oder tatkräftig, beratend oder auch belehrend, könnten wir unsere Arbeit nicht leisten. Gerade in diesen Zeiten, in denen etliche Veranstaltungen ausfallen und Besuchszeiten nur gezielt statt finden können, fehlen uns Spendengelder und Besucher, die unsere Tiere manchmal „rein zufällig“ kennen lernen und ihnen ein neues Zuhause schenken. So sitzen manche unserer Schützlinge oft lange hier fest, weil sie nicht bei einem Zufallsbesuch entdeckt werden können.

Aus unserer Gnadenbrotgruppe mussten wir uns von drei langjährigen Weggefährten verabschieden. Schatzi, Wildfang und Tiger sind in diesem Jahr verstorben. Es ist jedes einzelne Mal schmerzhaft und tragisch für uns alle, wenn einer unserer Schützlinge gehen muss.

Bei den Fund- und Abgabekatzen, die 2021 zu uns kamen, hatten wir allerhand Sorgenkinder. Teddy und Sally, zwei total verwahrloste Langhaarkatzen, die operiert und aufwendig behandelt und gepeppelt werden mussten. Goldi, die Katzendame, die in jahrelanger Wohnungshaltung, unkastriert mit gruselig verändertem Gesäuge und vergrößerter Gebärmutter ausgeharrt hatte. Helena, Klecks und Jack die Katzenkinder, die von allen unseren Zwergen am schlimmsten mit Katzenschnupfen zu kämpfen hatten und denen allesamt mit aufwendigen Augenoperationen geholfen werden musste.

Aber auch zahlreiche andere junge wie alte Katzen, die mit Parasiten, Schnupfen oder Verletzungen bei uns gelandet sind und zu einem großen Teil von hier aus in ein neues und glückliches, behütetes Katzenleben starten durften. An diese neuen Katzeneltern geht ebenfalls ein herzliches Dankeschön für die Fürsorge und Geduld mit unseren ehemaligen Rabauken.

Auch bei den Kaninchen und Meerschweinchen war allerhand los. Auf der Parkbank gefundene Meerschweinchen oder im Wald eingefangene Kaninchen, beim Umzug zurück gelassen oder unüberlegt angeschafft, die Wege auf denen gerade Nager zu uns kommen sind vielfältig und häufig müssen auch diese Fellbündel langwierige Behandlungen gegen Parasiten oder Verletzungen überstehen.

Unser Hängebauchschwein Trüffel hat im August diesen Jahres ihren 16ten Geburtstag gefeiert. Es wurde uns ursprünglich eine Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren prognostiziert. Der alten Dame geht es aktuell gut, jedoch gefällt ihr das nasskalte Wetter nicht gut. Wir versuchen ihr mit viel Stroh, leckerem Tee zum Frühstück und muckeligen Decken und Kissen aus Stroh ihre Hütte so gemütlich wie möglich zu gestalten.

Man könnte meinen, dass es durch die ausgefallenen Veranstaltungen, Flohmärkte und die reduzierten Besuchszeiten ruhig im Tierschutzhaus geworden ist. Aber mit Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, Testpflicht und den sich ständig veränderten Auflagen und Vorgaben haben wir neben unserer eigentlichen Arbeit zusätzliche, tägliche Herausforderungen zu meistern. Glücklicherweise sind wir bisher von Krankheit und Quarantäne verschont geblieben, was aber sicher ebenfalls der vorausschauenden und verantwortungsbewussten Handlungsweise aller unserer Mitarbeiter zu verdanken ist.

Wir hoffen auf ein besseres 2022, auf mehr Normalität, auf die Solidarität aller und darauf, dass wir von euch nicht vergessen werden. Helft uns weiterhin, unseren Schützlingen das bestmögliche Zuhause bzw. Übergangszuhause zu geben. Vielen Dank!


Unser Spendenkonto bei der Sparkasse Fürth: DE35 7625 0000 0000 2508 37